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Kampfkultur.de

Warum der Begriff Kampfkultur?

Bei der praktischen und theoretischen Beschäftigung mit Kampf und Gewalt, mit dem Ziel der Deeskalation und der sportlichen Ertüchtigung, stellte ich immer wieder fest, es gibt viele natürliche und unnatürliche Grenzen zwischen:

Kampfsport - - Kampfkunst - - Selbstverteidigung - - Militärischen Nahkampf

Viele ergeben sich aus kulturellen Begebenheiten, sowie aus rechtlichen Voraussetzungen, die sehr stark kulturabhängig sind.
Selbstverständlich gibt es auch Bereiche von methodischer Deeskalation oder asymmetrischer Kriegsführung, bei denen keine körperlichen Auseinandersetzungen zu bewältigen sind. Auch diese gehören zur Kampfkultur, denn diese Methoden sollen in der Regel Konflikte deeskalieren oder mit Gewalt im Keim ersticken.
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Für wichtige Themen kann es aber auch eigene weiterführende Seiten oder Verlinkungen geben.

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Vereinfachte beispielhafte Struktur:

Kampfsport

Mit Waffen z.B. Fechten, Sportliches Schiessen(z.B. Biathlon) oder Kendo

Ohne Waffen z.B. Boxen, Ringen oder Kick Boxen

Mit und ohne Waffen z.B. Karate, Escrima oder Jiu-Jitsu

Wettkampf

Kampfkunst

Mit Waffen z.B. Iaido, Kyudo oder Sojutsu

Mit und ohne Waffen z.B. Aikido oder Tai Chi Chuan

Kein Wettkampf

Selbstverteidigung

Polizei/Justiz z.B. Schutzpolizei, Bereitschaftspolizei oder SEK/MEK

Sicherheitsdienste z.B. Schutz vor Ladendieben, Öffentlicher Personennahverkehr oder Türsteher

Privatpersonen z.B. auf Reisen, gegen Einbrecher oder Räuber

Kein Wettkampf

Militärischer Nahkampf

CQC o. CQB (Close Quarter Combat bzw. Battle like: Marine Corps Martial Arts Program, Systema oder Krav Maga

Unterschiedliches Training der verschieden Truppenteile, sowie Spezialeinheiten.

Kein Wettkampf

Basics

Es gibt fliessende Übergänge zwischen verschiedenen Kampfsport u. -kunstarten z.B. Vale Tudo, MMA(UFC) oder Free Fight.
Was Kampfsport, insbesondere professioneller Wettkampfsport, ausmacht ist, dass durch körperliches Leistungsvermögen, faire Regeln und Gewichtsklassen, ein Sieger in einem sportlichen Wettkampf ermittelt werden soll.
Durch die Regeln sollen schwere Verletzungen oder Folgeschäden vermieden werden.

Kampfkunst hat die Bewahrung und Entwicklung von Techniken zum Ziel. Körperliches Leistungsvermögen steht nicht an erster Stelle. Kein Wettkampf.
Oftmals geht es um die Weiterentwicklung der Persönlichkeit des Übenden.

Selbstverteidigung (SV) soll Selbstschutz und/oder Fremdschutz, im zivilen Umfeld unter der Berücksichtigung der Jedermannsrechte gewährleisten. Körperliches Leistungsvermögen wird selten zusätzlich trainiert. In "realistischen" SV-Arten wird, in der Anlehnung an die militärischen Vorbilder, auch das körperliche Leistungsvermögen trainiert. Kein Wettkampf.

Der Militärische Nahkampf (MNK engl. CQC) ist im Prinzip darauf ausgerichtet, einen Feind mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auszuschalten. Kein Wettkampf.
Es gibt keine Regeln. Überleben ist das Hauptziel. Rechtlich müssen die Genfer Konventionen berücksichtigt werden. Das körperliche Leistungsvermögen wird teilweise sehr hart trainiert. Es kommt darauf an welche Truppenteile oder auch Spezialkommandos trainiert werden. Es gilt eine ganz andere Ausdauer zu erwerben, als würde man im Ring oder Käfig kämpfen.

Es gibt auch Hybride zwischen SV und CQC. Denn in einigen CQB-Systemen werden "alltagstauglich" herunter gebrochene Techniken für "Zivilisten" vermittelt. Diese haben mit einem Spatengrabenkampf in voller militärischer Ausrüstung nichts zu tun. Es geht in den vielen SV- oder MNK-Systemen darum, auch den Kampf gegen mehrere Gegner oder im Team zu vermitteln, sowie den Kampf gegen bewaffnete Gegner ausserhalb eines Dojos.
Den Kampf gegen mehrere Gegner gibt es aber auch im Aikido oder Karate Randori.
Wenn man also eine "natürliche Grenze" zieht, dann zwischen Wettkampf und keinem Wettkampf, zwischen zwischen SV/CGB und Sport. Einige Aikido Techniken(Kampfkunst) sind im MMA erlaubt, kšnnen aber sowie BJJ, Grappling, Luta Livre (Bodenkampf/Kampfsport), durchaus SV und CQB verstärken.